Taufe

Ein Kind zur Welt zu bringen - das ist einer der schönsten Momente im Leben. „Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt“, soll Martin Luther gesagt haben.

Wenn wir als Kirche Kinder taufen, bringen wir zum Ausdruck, was wir in diesem Kind sehen wollen, was Gott in diesem Kind sieht: ob Junge oder Mädchen, ob gesund oder krank: dieses Kind ist ein Geschöpf und Kind Gottes.

Da spielt es keine Rolle, ob die Eltern verheiratet, in Partnerschaft lebend, oder (leider) schon wieder getrennt, alleinerziehend sind. Denn Taufe bringt etwas Grundlegendes zur Sprache: Den Wert jeden Menschenlebens in den Augen Gottes und damit auch in menschlichen Augen, die sich diesem Gott verpflichtet wissen. 

Als Mutter, als Vater, als Eltern fühlen Sie sich Ihrem Kind verpflichtet. Deshalb gehört zur Taufe das Taufversprechen: Mit dem Gott, dem wir dieses Kind verdanken, wollen wir auch unser Kind bekannt machen. Der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der begleitet und berührt, der ermahnt und vergibt, der uns zusammenführt und segnet.

Und dann wird der Kopf des Kindes dreimal mit Wasser benetzt: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“ Dies gilt als Zeichen, dass dieser Mensch zu Gott gehört und Gott sich ihm versprochen hat. Und dass damit dieser Mensch auch zur Gemeinde gehört. Gemeinde meint die Gemeinschaft derer, die auf Gott vertrauen, und Jesus Christus als den Sohn Gottes vor Augen haben und im Herzen tragen wollen – durch die Kraft des Heiligen Geistes.

Natürlich taufen wir nicht nur Kinder. Die Taufe steht Menschen jeden Alters offen – wenn sie erwünscht und begehrt wird und in einem Gespräch mit dem Pfarrer der Glaube an Jesus Christus zum Ausdruck gebracht wird.

Wenn Sie eine Taufe wünschen, dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung. Nach ersten Abklärungen (Konfession des Vaters/der Mutter/der Paten, Gemeindezugehörigkeit, Terminwunsch) vereinbaren wir im allgemeinen ein Taufgespräch, um die Taufe gemeinsam vorzubereiten. Für die Taufe benötigen Sie eine Geburtsbescheinigung und eventuell eine Patenbescheinigung (bei Wohnsitz außerhalb unserer Kirchengemeinde oder bei anderer Konfessionszugehörigkeit).

Ich freue mich auf Ihren Anruf.

Ihr Burkhard Sachs